Feiern Sie „Frohe Weihnachten – Merry Christmas – Buon Natale oder Joyeux Noel“ ?

von Claudia Stadler

„Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr“ wünscht man sich in diesen Tagen. Was bedeutet es eigentlich persönlich „froh“ zu sein?

Entwickelt hat sich das heutige „froh“ in unserem Kulturkreis aus dem mittelhochdeutschen vrō und althochdeutschen frao/ frō, was laut Duden für „lebhaft, schnell“ und später dann „erregt, bewegt“, möglicherweise auch „hüpfend“ stand.
Die Wortwurzel beschreibt also eine Mischung aus Körperausdruck und tiefem, emotionalem Erleben. Unsere Rituale an den Fest- und Feiertagen, die stimmungsvollen Dekorationen oder die Gerüche und Düfte der Weihnachtsbäckerei führen uns heute noch in diese Bedeutungsrichtung.
Eng damit verbunden auch die Erlebnisse aus Kindertagen – und die sind für jeden anders, aber immer besonders. Aber auch der Wortgebrauch „man ist froh über etwas…“ schließt Dankbarkeit und Rückbesinnung mit ein, die zum anstehenden Jahresausklang gut passt. Vielleicht bewerten wir damit auch (neue) Ressourcen für uns. Ein Blick über den Kulturkreis hinaus zeigt, dass Englisch, Niederländisch oder Französisch auch die Wünsche für ein freudvolles, lustiges, heiter-fröhliches Weihnachten verbinden; die Festrituale sind dort weniger stark an den religiösen Ursprüngen orientiert. In Italien wünscht man sich hingegen wort-ursprünglich ein „gutes“ Weihnachten.

Wie halte ich es also persönlich in diesem Jahr mit meiner Bewertung?

Ich bin froh über das, was die letzten 12 Monate hinter mir liegt, weil es sich mit einem tiefen Bauchgefühl richtig anfühlt.
Ich bin dankbar für viele neue Wegbegleiter/innen, für Kreativität und Ausdauer und auch dafür, dass ich meinen Gestaltungswillen und meinen Takt wieder gefunden habe, auch wenn es draußen „stürmt und schneit“.
Ich nutze die Tage zum Durchatmen, aber auch, um meine Ideen in neue Formen zu bringen.

Ich freue mich dabei

-        auf die Zeit mit lieben Menschen, die ich fragen werde, was sie froh macht
-        auf den ein oder anderen Dominostein zuviel, der vermutlich direkt wieder auf die Hüften geht
-        auf Weihrauch- und Bratapfelduft
-        auf Winterspaziergänge - hoffentlich im Schnee - und klirrend kalte Luft
-        und auf mindestens eine Serie „Michel aus Lönneberga“, weil ich seit Jahrzehnten schon die Dialoge fast auswendig kenne und viele persönliche Erinnerungen mitschwingen

In diesem Sinne tauche ich ab bis zum 08. Januar 23 und wünsche Euch/Ihnen, dass Ihr/Sie die Fröhlichkeit, Freude und Heiterkeit so erleben, dass sie Kraft und Inspiration werden für alles, was persönlich auf Ihrer Wunsch- oder auch To-do-Liste im neuen Jahr steht.

Quellen

Foto: pexels.com/ 6146659

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